Das Schwert ist etwas, womit man schneidet. Der Speer ist etwas, womit man sticht.
Shissai Chozanshi
Tengu Geijutsuron
Hôzôinryû Takadaha Sôjutsu Seminar im September 2016
Maeda-Sensei
Maeda-Sensei

Im September ist es wieder so weit: Maeda Shigenori Sensei, einer der wenigen Menkyo Kaiden-Träger der Schule,  kommt nach Hamburg, um drei Tage lang im Alster Dojoe.V. Hôzôinryû Takadaha Sôjutsu zu lehren. In diesen drei Tagen werden, je nach Vorkenntnissen, alle drei Levels der Hôzôinryû trainiert werden. Intensives Training der Grundtechniken gibt es für alle.

Der Lehrgang mit Maeda-Sensei wird stattfinden von Freitag, 09. September bis Sonntag, 11. September 2016. Auf diesem Lehrgang, der jedermann, auch interessierten Anfängern, offensteht, wird es - entsprechenden Trainingsstand vorausgesetzt natürlich - voraussichtlich auch wieder die Möglichkeit geben, Prüfungen bis zum Jôkyû abzulegen.

Genaue Zeiten und Konditionen dieses Lehrgangs bitte der Ausschreibung entnehmen, die hier als PDF heruntergeladen werden kann:

Ausschreibung für den Lehrgang Hôzôinryû Takadaha
Sôjutsu September 2016 mit Maeda Shigenori-Sensei
(ausschreibung-september2016.pdf)
 
Wo kann man Hôzôinryû Takadaha Sôjutsu üben?

Am besten natürlich in Japan. Dort wird in drei Dôjôs in Nara, Higashiôsaka und Nagoya regelmäßig trainiert. Die entsprechenden Adressen, Trainingszeiten und Kontaktdaten finden sich auf der Japanischen Seite der Hôzôinryu.

adevAußerhalb Japans wird Hôzôinryû Takadaha Sôjutsu derzeit nur in Hamburg regelmäßig trainiert und zwar im:

Alster Dojo e.V.
Veilchenweg 34
22529 Hamburg
Tel. & Fax: 040 - 560 085 95
www.alster-dojo.de

Trainingszeiten:
montags 17:00 - 19:00
donnerstags 17:00 - 18:00

Interessenten sind während der regulären Übungszeiten jederzeit herzlich willkommen. Nett wäre es allerdings, wenn sie sich vorher anmelden würden. Entweder telefonisch im Dôjô zu den Sôjutsu-Trainingszeiten oder hier .

Außerdem gibt es einmal im Monat auch ein langes Speer-Wochenende, an dem es genug Zeit gibt, neben dem Üben der Formen aller drei Levels auch die Grundtechniken in aller Ruhe zu verbessern.

Die Wochenend-Termine für die zweite Jahreshälfte 2016 sind:

23./24. Juli
20./21. August
10./11. September (Hier findet der Lehrgang mit Maeda Sensei statt.)
22./23. Oktober
12./13. November
17./18. Dezember

Jeweils 14:00 - 18:00 (Sa) und 13:00 - 17:00 Uhr (So) (bei Bedarf auch länger)

 
Der Sichelspeer der Hôzôinryû (12)

Von Kagita Chûbê, 20. Sôke der Hôzôinryû

Historische Spuren der Hôzôinryû

Wie ich in der letzten Folge bereits geschrieben habe, existierte der Hôzôin am Ende der Edo-Zeit noch, und es wurde dort Sôjutsu unterrichtet. Doch im Laufe der anti-buddhistischen Bewegung zu Beginn der Meiji-Zeit wurden seine Gebäude abgerissen und sein Grundbesitz enteignet. Dabei ging sein Dôjô ebenso verloren wie das Archiv seiner Schriften, was überaus bedauerlich ist. Daher gibt es heute nur wenige historische Denkmäler, die mit der Hôzôinryû in Beziehung stehen, und diese möchte ich im Folgenden vorstellen.

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Was ist Sôjutsu?

Wenn man in Japan sagt, man übe Sôjutsu, kommt als Reaktion in der Regel die Frage "Sô… was?". Wenn man daraufhin sagt "Yari (Speer)", antwortet der Gesprächspartner meistens mit "ach, Speer", unterstützt von einer werfenden Geste.

Kein Wunder. Auch in Japan weiß kaum jemand, was Sôjutsu ist oder dass es Sôjutsu heute immer noch gibt. Und die Vorstellungen davon, wenn es denn überhaupt welche gibt, sind durch Film und besonders durch Fernsehserien, in denen ein komplett realitätsfreies Bild vom Umgang mit Speeren gezeichnet wird, meistens gründlich verdorben. Im besten Fall bleiben die Bilder aus Filmen Kurosawa Akiras im Gedächtnis, die Pulks von konzertiert mit dem Speer arbeitenden Pikenieren zeigen.

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Bestandteile eines Speers

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1: Saya - Die Scheide, mit der die Speerklinge bei Nichtgebrauch geschützt wird. Es hat, speziell in der Edo-Zeit, eine unglaublich große Vielfalt an Designs für Yarizaya gegeben, die über das funktional Notwendige weit hinausgingen. Unter anderem, weil der Speer nicht nur Waffe, sondern auch Statusabzeichen war.

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Die Speere
Keikoyari
Keikoyari

Keikoyari (Trainingsspeere) sind auch in Japan nicht einfach so im Handel zu bekommen. Ein einziges Mal sah der Autor dieser Seiten einen Kamayari in einem Budô-Geschäft in Tôkyô, und ein einziger Holzwaffenvertrieb in Japan bietet solche Speere über seinen japanischen Internet-Shop an. Teuer. Und Versand natürlich nur innerhalb Japans.

Also bleibt nur der Weg, einen Schreiner mit der Herstellung zu beauftragen oder sich seine Übungsspeere selber zu bauen. Keine Angst, das ist nicht nur gar nicht so schwierig, sondern macht sogar eine Menge Spaß.

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Die Geschichte des Hôzôinryû Takadaha Sôjutsu

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Hôzôin Kakuzenbô Inei
Die Geschichte der Schule ist wie in den meisten Koryû (alte Schulen) gut belegt, was die Linie ihrer Oberhäupter angeht, die vom gegenwärtigen Sôke Kagita Chûbê direkt auf den Gründer der Schule Kakuzenbô Inei (vollständig: Hôzôin Kakuzenbô Hôin Inei) zurückgeht.

Über Leben und Wirken des Gründers hingegen ist relativ wenig Konkretes bekannt, und das wenige, das in Erfahrung zu bringen ist, ist häufig widersprüchlich und bewegt sich, wie viele Berichte aus der Zeit, gerne im Bereich der Legende.

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