Betrachte den Speer nicht als etwas, womit man sticht, sondern als etwas, womit man schlägt.
Owarikanryû
Die Tenshin Shôden Katori Shintôryû zu Gast bei der Hôzôinryû Takadaha Drucken E-Mail

Alster Dojo e.V. zwei der ältesten Bujutsu Ryûha Japans aufeinander: die Tenshin Shôden Katori Shintôryû, die vielleicht die älteste japanische Kampfkunst-Schule überhaupt ist (Bogenstile natürlich außen vor), und die Hôzôinryû Takadaha als älteste noch existierende Speerschule. Aufeinandertreffen ist hier natürlich nicht im antagonistischen Sinne gemeint. Vielmehr begegneten sich beide Seiten, um etwas voneinander zu lernen.

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Am letzten Mai-Sonnabend 2008 trafen im Hamburger

Zu diesem freundschaftlichen Crossover besuchten Hannoveraner und Bremer Mitglieder der Katori Shintôryû die im Alster Dojo trainierenden Hamburger Schüler der Hôzôinryû. Zahlreiche Iaidôka des Alster Dojos waren ebenfalls vertreten.

Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad gaben die Gäste zuerst eine höchst interessante bis spektakuläre Demonstration verschiedener Techniken aus dem Kenjutsu, Iaijutsu, Bôjutsu und Naginatajutsu ihrer Schule, bevor die Alster Dojo-Gastgeber dann drei Stunden lang das Vergnügen hatten, beim Üben von Kenjutsu-Grundtechniken und zweier Iaijutsu-Katas einen völlig anderen Ansatz der Schwerthandhabung kennen zu lernen. Einige der Teilnehmer klagten noch am Montag über Muskelkater und sonstige Verhärtungen (aber der gewöhnliche Iaidôka ist eben nicht unbedingt ein Athlet).

Anschließend wurden ausgewählte Formen aus dem Curriculum der Hôzôinryû Takadaha vorgeführt, um sich dann noch gemeinsam für 1,5 Stunden dem Training von Speer-Grundtechniken und dem Einüben einer Hôzôinryû-Kata hinzugeben, was das Gleichgewicht in Sachen Irritation ob komplett neuer Bewegunsabläufe zwischen beiden Parteien einigermaßen wiederherstellte.

Der zugegeben wirklich anstrengende Tag klang entspannt am Grill im Dojo-Grün aus, bevor die Gäste wieder ihre Heimfahrt antreten mussten.

Dies wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass solch ein Brückenschlag zwischen den Schulen stattgefunden hat, sei es nun in Hamburg, Bremen, Hannover oder anderswo. Ebenso würden sich die Hamburger Sôjutsuka freuen, in Zukunft Kontakt auch zu weiteren Stilen herzustellen und zu pflegen.

 
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