Einen Zentimeter länger, einen Zentimeter stärker.
Chinesisches Sprichwort
Wo kann man Hôzôinryû Takadaha Sôjutsu üben?

Am besten natürlich in Japan. Dort wird in drei Dôjôs in Nara, Higashiôsaka und Nagoya regelmäßig trainiert. Die entsprechenden Adressen, Trainingszeiten und Kontaktdaten finden sich auf der Japanischen Seite der Hôzôinryu.

adevAußerhalb Japans wird Hôzôinryû Takadaha Sôjutsu derzeit nur in Hamburg regelmäßig trainiert und zwar im:

Alster Dojo e.V.
Veilchenweg 34
22529 Hamburg
Tel. & Fax: 040 - 560 085 95
www.alster-dojo.de

Trainingszeiten:
montags 17:00 - 19:00
donnerstags 17:00 - 18:00

Interessenten sind während der regulären Übungszeiten jederzeit herzlich willkommen. Nett wäre es allerdings, wenn sie sich vorher anmelden würden. Entweder telefonisch im Dôjô zu den Sôjutsu-Trainingszeiten oder hier.

Außerdem gibt es einmal im Monat auch einen langen Speer-Samstag, an dem es genug Zeit gibt, neben dem Üben der Formen aller drei Levels auch die Grundtechniken in aller Ruhe zu verbessern.

Die Samstags-Termine für die erste Hälfte 2013 sind:
26. Januar
23. Februar
30. März
25. Mai
29. Juni
jeweils 14:00 - 18:00 Uhr (bei Bedarf auch länger)
Die Termine für die zweite Jahreshälfte folgen sobald als möglich.

 
Vorführung anlässlich des japanischen Kulturtags in Hamburg an der Universität Hamburg

Das erste Video zeigt die Formen der Levels Omote (vorne) und Ura (hinten).
Der zweite Film zeigt die Shinsikake-Formen der Hôzôinryû.

 
Vorführung auf der 1st European Kobudo Convention 2012

Diese Vorführung fand auf der Vorführung auf der 1st European Kobudo Convention 2012 am 22. Januar 2012 im Japans cultureel centrum Shōfūkan in Rotterdam statt.

 
Ichiya Junzô ist der 21. Sôke der Hôzôinryû

An alle Mitglieder der Hôzôinryû,

wie Sie alle wissen ist der 20ste Sôke, Kagita Chûbê, am 16. Dezember vergangenen Jahres plötzlich verstorben. Diese Tatsache ist noch immer unfassbar und um so bedauerlicher, da er eigentlich ein kerngesunder Mann war.

Ichiya Sôke
Ichiya Sôke
Kagita Sôke und ich haben zusammen unter dem 18. Oberhaupt der Schule, Ishida Kazuto, und dem 19. Oberhaupt der Schule, Nishikawa Gennai, trainiert. Wir haben beide von der Renaissance des Hôzôinryû Sôjutsus geträumt, von dem überliefert ist, dass es in der Edo-Zeit in voller Blüte stand und mit 4000 Mitgliedern ganz Japan dominierte, und uns zusammen lange Jahre um die Verwirklichung dieses
Traums bemüht. Ich bin davon überzeugt, dass wir Kagita Sôke unsere Dankbarkeit nur bezeugen können, indem wir diesen seinen Wunsch zu unserem machen und die Schule sich immer weiter entfalten lassen.

Unser Hôzôinryû Sôjutsu hat eine 450jährige Geschichte. Und wir haben die große Aufgabe, das bedeutende traditionelle Kulturgut, das unser Sôjutsu darstellt, zu bewahren und an die Nachwelt weiterzugeben. In diesem Bemühen dürfen wir nicht einen einzigen Tag nachlassen.

Ich, Ichiya Junzô, teile hiermit allen Mitgliedern der Schule mit, dass ich heute, am 07. Januar 2012, als 21ter Sôke die Nachfolge Kagita Chûbês antrete.

Was wir als Mitglieder der Hôzôinryû tun können, ist, uns voll und ganz auf das Training zu konzentrieren. Ich bin entschlossen, auch zukünftig mit Ihnen allen gemeinsam beim Training Schweiß vergießen und mich mit Ihnen zusammen darum bemühen, dass unser Sôjustu sich verbreitet und an die Nachwelt überliefert werden wird.

Ichiya Junzô

 
Der Sichelspeer der Hôzôinryû (12)

Von Kagita Chûbê, 20. Sôke der Hôzôinryû

Historische Spuren der Hôzôinryû

Wie ich in der letzten Folge bereits geschrieben habe, existierte der Hôzôin am Ende der Edo-Zeit noch, und es wurde dort Sôjutsu unterrichtet. Doch im Laufe der anti-buddhistischen Bewegung zu Beginn der Meiji-Zeit wurden seine Gebäude abgerissen und sein Grundbesitz enteignet. Dabei ging sein Dôjô ebenso verloren wie das Archiv seiner Schriften, was überaus bedauerlich ist. Daher gibt es heute nur wenige historische Denkmäler, die mit der Hôzôinryû in Beziehung stehen, und diese möchte ich im Folgenden vorstellen.

Weiterlesen …
 
Hoher Besuch aus Japan
Geschrieben von Jürgen Seebeck   

3 Senseis
Herr Mima, Kagita Sôke und Nishio Sensei (von links nach rechts)
Im Spätsommer, als ich gerade in der Krone eines alten Pflaumenbaums in unserem Garten arbeitete, rief mich Maeda Sensei (Menkyo Kaiden) an. Eigentlich hatte ich mit ihm vereinbart, dass er nach drei Jahren, die seit seinem letzten Besuch in Hamburg vergangen waren, im Oktober 2010 das Alster Dojo wieder für ein Wochenseminar im Hôzôinryû Takadaha Sôjutsu besuchen würde.

Nun teilte mir Maeda Sensei aber mit, dass unser Sôke, Kagita Chûbê, das 20ste Oberhaupt der Hôzôinryû, Zeit habe und zusammen mit einigen anderen Mitgliedern der Schule an seiner statt uns im September endlich einen, wenn auch kurzen, Besuch abstatten wolle.

Weiterlesen …
 
(Bewegte) Bilder aus Japan

 

Eine Einzel-Kata der Saburiryû

Alle Fotos in diesem
Beitrag: © 2010 K. Stolzke
Ende April bis Mitte Mai ist einer der Hamburger Speer-Recken dem Eyjafjallajökull zum Trotz in Japan gewesen. Während seines Aufenthalts hatte er nicht nur drei Mal die Gelegenheit in Nara und Higashiôsaka Hôzôinryû Takadaha Sôjutsu zu trainieren, sondern konnte sich unter anderem auch im Shimogamo-Schrein in Kyôto Demonstrationen verschiedener Bujutsu-Schulen ansehen.

 

Dort führten die Hôzôinryû Takadaha, die Fûdenryû und die Saburiryû ihre Speertechniken vor. Die Videos davon teilt unser Hamburger Mitstreiter hier nachfolgend gern mit allen Interessierten.

Weiterlesen …
 
 
Was ist Sôjutsu?

Wenn man in Japan sagt, man übe Sôjutsu, kommt als Reaktion in der Regel die Frage "Sô… was?". Wenn man daraufhin sagt "Yari (Speer)", antwortet der Gesprächspartner meistens mit "ach, Speer", unterstützt von einer werfenden Geste.

Kein Wunder. Auch in Japan weiß kaum jemand, was Sôjutsu ist oder dass es Sôjutsu heute immer noch gibt. Und die Vorstellungen davon, wenn es denn überhaupt welche gibt, sind durch Film und besonders durch Fernsehserien, in denen ein komplett realitätsfreies Bild vom Umgang mit Speeren gezeichnet wird, meistens gründlich verdorben. Im besten Fall bleiben die Bilder aus Filmen Kurosawa Akiras im Gedächtnis, die Pulks von konzertiert mit dem Speer arbeitenden Pikenieren zeigen.

Weiterlesen …
 
Bestandteile eines Speers

Weiterlesen …

1: Saya - Die Scheide, mit der die Speerklinge bei Nichtgebrauch geschützt wird. Es hat, speziell in der Edo-Zeit, eine unglaublich große Vielfalt an Designs für Yarizaya gegeben, die über das funktional Notwendige weit hinausgingen. Unter anderem, weil der Speer nicht nur Waffe, sondern auch Statusabzeichen war.

Weiterlesen …
 
Die Speere
Keikoyari
Keikoyari

Keikoyari (Trainingsspeere) sind auch in Japan nicht einfach so im Handel zu bekommen. Ein einziges Mal sah der Autor dieser Seiten einen Kamayari in einem Budô-Geschäft in Tôkyô, und ein einziger Holzwaffenvertrieb in Japan bietet solche Speere über seinen japanischen Internet-Shop an. Teuer. Und Versand natürlich nur innerhalb Japans.

Also bleibt nur der Weg, einen Schreiner mit der Herstellung zu beauftragen oder sich seine Übungsspeere selber zu bauen. Keine Angst, das ist nicht nur gar nicht so schwierig, sondern macht sogar eine Menge Spaß.

Weiterlesen …
 
Die Geschichte des Hôzôinryû Takadaha Sôjutsu

jinbutsu-a
Hôzôin Kakuzenbô Inei
Die Geschichte der Schule ist wie in den meisten Koryû (alte Schulen) gut belegt, was die Linie ihrer Oberhäupter angeht, die vom gegenwärtigen Sôke Kagita Chûbê direkt auf den Gründer der Schule Kakuzenbô Inei (vollständig: Hôzôin Kakuzenbô Hôin Inei) zurückgeht.

Über Leben und Wirken des Gründers hingegen ist relativ wenig Konkretes bekannt, und das wenige, das in Erfahrung zu bringen ist, ist häufig widersprüchlich und bewegt sich, wie viele Berichte aus der Zeit, gerne im Bereich der Legende.

Weiterlesen …